Theses

Nachfolgend finden Sie die Kurzzusammenfassungen der bisherigen Abschlussarbeiten im Studiengang.

Master-Theses 2015

Kristof Efferenn (M.A.)
Rekonstruktion des Werkes For the Dead des Fluxus Künstlers Dick Higgins

Poster Efferenn
Die Masterthesis Rekonstruktion des Werkes For the Dead des Fluxus Künstlers Dick Higgins behandelt das Werk For the Dead des US-amerikanischen Fluxus Künstlers Dick Higgins. Das Kunstwerk wurde Mitte der 1960er Jahre geschaffen und ist seit 1981 im Besitz der Staatsgalerie Stuttgart. Zu Beginn der Forschungsarbeit wurde aufgrund vorliegender Quellen angenommen, dass es sich um ein intermediales Werk handelt. Die Bestandteile dessen sollten ein 16mm Filmloop, sowie ein Magnettonband-Loop sein, welche synchron miteinander präsentiert werden. Der Film konnte im Gegensatz zum Magnettonband in der Sammlung des Museums lokalisiert werden. Erkenntnisse zu Aufbau, Interpretation und Geschichte des Werks führten zu dem Ergebnis, dass ein Magnettonband als Bestandteil des Werks ausgeschlossen werden muss. Das Filmmaterial wurde im Zuge der Abschlussarbeit digitalisiert und Konzepte erarbeitet, die sich mit der Interpretation des Werkes sowie Möglichkeiten der zukünftigen Präsentation des Filmwerkes beschäftigen. Die Masterthesis Rekonstruktion des Werkes For the Dead des Fluxus Künstlers Dick Higgins stellt die erste intensivere Auseinandersetzung mit dem Werk For the Dead überhaupt dar und konnte neben den gewonnenen Erkenntnissen neue interessante Fragestellungen entwickeln. [Poster]

Master-Theses 2014

Michelle S. Carlos (M.A.)
Digital Colour Restoration of Applied Colour Silent Era Films:
Discussions on the Dilemmas, Practice and Digital Presentation

Poster Carlos
Die Restaurierung von Filmen steckt voller Herausforderungen. Die Restaurierung von getonten und gefärbten Filmen stellt darüber hinaus zusätzliche Anforderungen. Diese Masterarbeit setzt sich mit den speziellen Problemen und den entsprechend angewandten Methoden auseinander, wobei sie einen Schwerpunkt auf die digitale Restaurierung getonter bzw. gefärbter Filme aus der Stummfilmzeit legt. Ziel ist es, einen Überblick zu schaffen über die verschiedenen modernen Technologien und Techniken der digitalen Restaurierung dieser speziellen historischen Filme. Eine klare Trennung zwischen der Farbkorrektur eines Films zur Verbesserung seines Erscheinungsbildes und dem oft entgegenstehenden Anspruch dem Originals so nahe wie möglich zu kommen, ist nicht eindeutig zu ziehen. Aus diesem Grund setzt sich diese Arbeit mit ethischen Richtlinien in der Farbrestaurierung und der Verantwortung des Restaurators bzw. des Colorists auseinander. Sie diskutiert die Frage, warum es bei der Farbrestaurierung von Archivalien nicht ausreicht, ein Auge für Farbe zu haben sondern Hintergrundwissen über konservatorische Grundsätze ebenso entscheidend ist.
Diese Masterarbeit soll eine Brücke zwischen zwei Welten schlagen: der des Archivars/Kurators und der der digitalen Bildbearbeitung. Sie will einen Dialog schaffen zwischen den beiden unterschiedlichen Herangehensweisen während eines Restaurierungsprojektes, die oft aus mangelndem Wissen über die jeweilige Praxis entstehen. [Poster]

Master-Theses 2013

Johannes Biermann (M.A.)
Videosplitter – Funktionsweise und Ersatzmöglichkeiten in Bezug auf Videowalls

Poster Biermann
Mit mehreren TV-Bildschirmen und einem Videosplitter lässt sich eine Videowall aufbauen. Dieser Aufbau kommt in der modernen Videokunst häufiger vor, wie zwei Werkbeispiele von Nam June Paik zeigen. Die ursprünglich verwendeten Videosplitter wurden nur in kleinen Stückzahlen hergestellt und sind nicht mehr erhältlich. Ziel ist universelle Ersatzmöglichkeiten dafür zu schaffen. Dabei ist die Problemlösung nicht auf ein konkretes Werk zugeschnitten. Die theoretischen Funktionsweisen der Splitter werden erarbeitet. Daraus lassen sich alternative Lösungsmöglichkeiten ableiten. Die Alternativen sind: Vorheriges Aufteilen des Videos in Dateien und Verzicht auf den Splitter, PC mit mehreren Grafikkarten, Netzwerkstreaming und spezielle Software z.B. für wissenschaftliche Visualisierungswalls. Alle Alternativen werden in praktischen Versuchen erprobt und miteinander verglichen. Dabei stellt sich heraus, dass alle der vorgestellten Lösungen, mit einer einzigen Ausnahme, funktionsfähig sind. Aber jede Alternative ist unterschiedlich komplex und hat verschiedene Vor- und Nachteile.
Das Ergebnis dieser Arbeit ist, dass sich ältere Videosplitter vollständig durch eine der vorgestellten Lösungen werkgerecht ersetzen lassen. [Poster]

Stephanie Kuch (M.A.)
Schöne, Neue Nachrichtenwelt – Archivierung von Nachrichtenseiten an der Deutschen Nationalbibliothek

Poster Kuch
Die Geschehnisse unserer Zeit und die Berichterstattung darüber verlagern sich immer mehr in den digitalen Bereich. Wo früher nur gedruckte Zeitungen berichteten, existieren heute Nachrichtenwebsites als eigenständige Ausgaben der Zeitungsverlage. Diese Nachrichtenwebsites werden, im Gegensatz zu ihren gedruckten Ausgaben, mehrfach am Tag aktualisiert. Um auch diese Form der Berichterstattung in Deutschland zu erhalten und ihrem Sammelauftrag gerechnet zu werden, möchte die Deutsche Nationalbibliothek in Zukunft zusätzlich eine Auswahl an Nachrichtenwebsites archivieren. Die vorliegende Masterthesis beschäftigt sich mit den Besonderheiten dieser Nachrichtenwebsites und den Anforderungen an die verwendete Archivierungsmethode. Zur Erhebung dieser Besonderheiten wurde eine Umfrage bei ausgewählten Nachrichtenseitenbetreibern in Deutschland durchgeführt. Sowie eine Umfrage bei europäischen Nationalbibliotheken zum Umgang mit Nachrichtenseiten in der Webarchivierung. Basierend auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen werden verschiedene Archivierungsmethoden verglichen und hinsichtlich ihrer Eignung für die Archivierung von Nachrichtenwebsites bewertet. [Poster]

Moritz Tewes (M.A.)
Qualitätsmanagement mittels Universal Test Target (UTT) – Analyse der Umsetzung eines Qualitätsmanagements zur Bestimmung der Scanqualität von Highend Geräten in einem professionellen Scan-Workflow.

Poster Tewes
Für Dienstleister und Einrichtungen, die sich mit der Digitalisierung von Bildmaterial beschäftigen, sind optimal eingestellte Geräte und standardisierte Prozesse wichtig.
In dieser Arbeit wird das Qualitätsmanagement (QM) mit Hilfe des Universal Test Target (UTT) analysiert. Dieses einheitliche Technical Target soll einen Einblick in die gesamte Bildqualität der Scanergebnisse erlauben.
Die Möglichkeiten, aber auch die Limitationen, werden anhand zwei professioneller Workflows in der Digitalisierungsbranche, veranschaulicht. Dazu wird das UTT in die bestehenden Workflows integriert. Die Funktionsweisen der UTT-Messpa¬rameter werden in einer praktischen Versuchsreihe überprüft. Die daraus gewonnen Erkenntnisse erklären welche konkreten Probleme noch bestehen und welche Fortschritte in den QMs der Workflows durch die Verwendung des UTTs erzielt werden können. [Poster]

Master-Theses 2012

Sina Haase (M.A.)
Langzeitarchivierung von E-Mails

Poster Haase
E-Mails sind als Kommunikationsform nicht mehr wegzudenken. Obwohl sie seit über 40 Jahren existieren, ist erst in den letzten Jahren die Notwendigkeit einer Erhaltung dieses flüchtigen Kommuni-kationsmediums in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Während Gesetze und unternehmensinterne Regulierungen eine Aufbewahrung der E-Mails für einen begrenzten Zeitraum vorschreiben, stehen die Archive vor der Frage, wie sie sie langfristig bewahren sollen.
Das Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) der Friedrich-Ebert-Stiftung hat als erstes deutsches Archiv zwei Pilotprojekte zu diesem Thema durchgeführt. Zurzeit plant es ein Projekt zur Übernahme schwach strukturierter Daten. Hierbei sollen auch E-Mails berücksichtigt werden. Dies gibt Anlass, sich einen Überblick über die momentane Lage im Bereich der E-Mails und ihrer Archivierung zu verschaffen.
In dieser Arbeit sollen Anforderungen an die E-Mail-Archivierung formuliert und bereits bestehende Tools auf die Erfüllung dieser Anforderungen hin getestet werden. [Poster]

Esther Neumann (M.A.)
Dokumentation des interaktiven Funktionsumfangs Lynn Hershmans interaktiver Laserdisc Installation »Lorna«, 1979–1984

Poster Neumann
Diese Dokumentation zeigt auf, welche technischen und raumbezogenen Veränderungen die interaktive LaserdiscInstallation Lynn Hershmans »Lorna«, 1979/84 bis heute durchlaufen hat. Sie wurden bisher nicht festgehalten. Eine Migration der Laserdisc erfolgte 2001. Ein Vergleich der Laserdisc und der DVD zeigte, dass sich der Umfang der Inhalte sowie der interaktive Handlungsrahmen markant verändert haben. Auch die Benutzerschnittstelle, die Fernbedienung, hat durch ein Upgrade des Equipments zu einem veränderten Bedienungsumfang geführt. Die Thesis beinhaltet die Untersuchung des technisch möglichen interaktiven Funktionsumfangs der Laserdisc »Lorna« in ihren ursprünglichen Funktionsund Betriebszusammenhängen, die am LaserdiscEquipment getestet und dokumentiert wird. Eine fotografische Dokumentation des Ausstellungsaufbaus der DVDVersion »Lorna« in der Kunsthalle Bremen ergänzt den derzeitigen Stand der Installation. Die Dokumentation bildet so die Vorraussetzung für Empfehlungen einer Migration des Informationsträgers sowie der Emulation der Benutzerschnittstelle Fernbedienung in Rahmen einer möglichst werkgetreue Erhaltungsstrategie. [Poster]

Stephanie Oertel (M.A.)
Standardisierte Vorgaben für den Ingest von Digitalisaten in ein bibliothekarisches Langzeitarchiv am Bsp. der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main/Leipzig

Poster Oertel
Aus analog wird digital. Aktuell betreiben Bibliotheken und Archive in ihrer Funktion als Gedächtnis-institutionen, verstärkt Maßnahmen zur Bestandsretrodigitalisierung. Dies erfolgt im Rahmen der Bewahrung und Bereitstellung des nationalen kulturellen Erbes. Ihre Vorgehensweise und Festlegungen werden in dieser Arbeit untersucht und die daraus resultierenden digitalen Inhalte mit den theoretischen Ansprüchen an ein digitales Langzeitarchiv verglichen. Als methodische Herangehensweise wurde hierfür die Form der Befragung gewählt, zunächst per Onlinefragebogen und im Anschluss als Interview. Befragungsteilnehmer waren neben den Gedächtnisinstitutionen selbst, auch Retrodigitalisierungsdienstleister und Betreiber von digitalen Langzeitarchiven.
Digitale Langzeitarchive stehen kurz vor der Markteinführung und es konnten bislang meist nur theoretische und prototypische Erfahrungen gesammelt werden. Daher wurden die Fragen z.T. auf der Basis von zukünftigen Vorgehensmaßnahmen beantwortet. Der Mehrwert dieser Arbeit liegt im Erkenntnisgewinn an welcher Stelle sich die digitale Langzeitarchivierung aktuell befindet und der Schlussfolgerung daraus, welche weiteren Maßnahmen zur Langzeitspeicherung der institutionellen digitalen Daten notwendig sind. [Poster]

Master-Theses 2011

Karen Lämmle (M.A.)
Konservierungskonzept für den fotografischen Nachlass von Adolf Lazi – mit dem Ziel der Veröffentlichung

Poster Lämmle
Die Sammlung des Stuttgarter Fotografen Adolf Lazi bietet ein umfangreiches Repertoire an Sach-, Architektur- und Portraitfotografie der 1920er- 1950er Jahre. Konservatorisch ist der fotografische Bestand unbearbeitet, was langfristig eine Gefährdung der Sammlung darstellt. Ziel und Gegenstand dieser Arbeit ist die Erschließung, die Bewahrung sowie die Nutzbarmachung der Sammlung. Die Fotografien sollen so für die Nachwelt gesichert und für ein interessiertes Publikum sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt zugänglich bleiben.
Das Konservierungskonzept geht auf die Begebenheiten des Archivs ein und besteht aus:
Der Analyse des analogen und digitalen Bestandes mit Vorschlägen zur Erschließung, dem Aufzeigen von Lösungswegen zur sachgerechten Aufbewahrung und einem Leitfaden zur Digitalisierung und Langzeitsicherung der Sammlung.
In einem weiterem Teil werden die Kostenpunkte, die für die Umsetzung des Projektes zu beachten sind zusammengestellt und Möglichkeiten zur Finanzierung aufgezeigt.
Im Hinblick auf eine gewünschte Präsentation der Sammlung wird abschließend eine Ausstellung der Fotografien, unter konservatorischen Gesichtspunkten, auf Machbarkeit geprüft. [Poster]

Jennifer Willmann (M.A.)
Zur Archivierung von Handy-Videos: das Zeitalter der Selbstsendung

Poster Willmann
Mit der Erfindung des Portapak Anfang der 1970er Jahre entdeckten politische Aktivisten die Möglichkeit, mit der Videokamera zu dokumentieren und aufzuklären. Im Dezember des Jahres 2010 beginnt in der arabischen Welt eine Revolution. Ausgelöst wurde sie durch ein Handy-Video und das dezentrale Kommunikationsmedium: dem Internet. 40 Jahre später erfüllen sich somit die Visionen der damaligen Videoaktivisten. Technische Revolutionen sind eng mit sozialen Revolutionen verknüpft. Das Mobilwerden der Geräte führt zu deren starker Verbreitung in der Bevölkerung. Das Handy ist zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Die Konvergenz von Handy und Internet sowie die wachsende Mitgliederzahl in sozialen Netzwerken führen zu einer wahren Bilderflut im Internet.
Die flüchtige Eigenschaft digital erzeugter Daten ist bekannt. Mit der zunehmenden Bedeutung von Handy-Videos, stellt sich auch die Frage nach deren Archivierung. Um die Flut dieser digitalen Daten bewältigen zu können, sollten Archive neue Wege gehen. [Poster]

Master-Theses 2010

Anouk Hammelmann (M.A.)
Die Präsentationsästhetik und -ethik zeitgenössischer Videokunst

Poster Hammelmann
Das Anliegen der Thesis war es hervorzuheben, dass Videoausstellungen mit einer bestimmten Ästhetik und Ethik einhergehen, die sich entscheidend auf die angemessene Präsentation der Werke auswirken und die es folglich zu erhalten gilt. Anhand des Videoobjekts »T.V.-Lüster« der Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist aus dem Jahr 1993 wurde untersucht, inwieweit es möglich ist eine optimale Präsentationsform für das Kunstwerk zu finden. Ausschlaggebend bei der Analyse der Präsentationsästhetik war zum Einen die Wirkung, die beim Betrachter hervorgerufen wird, zum Anderen die Intention, mit der die Künstlerin die Arbeit konzipiert hat. [Poster]

Anna Leippe (M.A.)
8mm Ewigkeiten – Vom analogen 8mm Schmalfilmformat zur digitalen Kopie

Poster Leippe
Diese Master-Thesis will den Wert von 8mm-Filmen und seine Besonderheiten hervorheben. In zehn Kapiteln wird der Weg nachgezeichnet, den die Filme vom Eintreffen im Archiv über die Behandlung des analogen Materials und die Digitalisierung bis hin zur Restaurierung und Speicherung durchlaufen. Dabei werden die verschiedenen Arbeitsschritte kritisch hinterfragt und die Techniken in Bezug auf ihre Angemessenheit bewertet. [Poster]

Marcella Müller (M.A.)
Die Fotografische Sammlung des Archiv Baumeister

Poster Müller
Zielsetzung dieser Arbeit ist die Erschließung, Bewahrung und Nutzbarmachung der Fotografischen Sammlung im Archiv Baumeister. Die Digitalisierung wird hierbei als Teil des Gesamtkonzeptes gesehen, die zusammen mit der späteren Integrierung der Daten in die hauseigene Datenbank und einer Aufbereitung der Daten für das Internet, die Verbesserung des Nutzungskomforts aber auch eine Förderung der Wertschätzung der Sammlung unterstützen soll. Abschließend wurden das Thema Kosten und Finanzierung des Gesamtprojektes erörtert und ein Ausblick auf das Thema Internet und Ausstellung unternommen. [Poster]

Leila Sayer-Degen (M.A.)
Langzeiterhaltung von 3D-Röntgen-Computertomographien in der Archäologischen Denkmalpflege

Poster Sayer-Degen
3D-Röntgen-Computertomographien (3D-RCT) finden seit kurzem erfolgreich in der Archäologie und Restaurierung Einsatz. Ungelöst ist bisher allerdings das Problem des langfristigen Erhalts und Zugriffs auf diese 3D-Bilddaten. Aus diesem Grund werden in dieser Master-Thesis Erhaltungsstrategien für die 3D-Röntgen-Computertomographie-Daten diskutiert. Die geschilderten Probleme zeigen, dass erst die Voraussetzungen für die Langzeiterhaltung von 3D-Bilddaten geschaffen werden müssen. In der Thesis werden die signifikanten Eigenschaften der 3D-Objekte definiert und bewertet, die bei einer Migration im Sinne der Langzeitarchivierung möglichst nicht verloren gehen sollten. [Poster]

Stephan Schuster (M.A.)
Empfehlungen für die Langzeiterhaltung digitaler Information im Historischen Archiv der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG mit dem Schwerpunkt auf Datenträger

Poster Schuster
Das Historische Archiv der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG verfügt neben einer umfassenden Sammlung analoger Objekte über einen wachsenden digitalen Bildbestand. Mit der vorliegenden Master-Thesis wird bewiesen, dass sich Farbmikrofilm für die Langzeiterhaltung dieses digitalen Bildbestandes als Datenträger am Besten eignet. Es wird untersucht, welche Datenträger im bestehenden Archiv eingesetzt werden und konkrete Empfehlungen für die Verwendung von Farbmikrofilm zur Langzeiterhaltung des digitalen Bildbestandes ausgesprochen. [Poster]

Master-Theses 2009

Niclas Hein (M.A.)
Ethische Maxime bei der Restaurierung von Medienkunst

Ziel dieser Arbeit ist, für künftige Projekte im Bereich der Restaurierung von Medienkunst Handlungsspielräume für mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Diese berücksichtigen zum einen ethische Kernfragen und bieten zum anderen eine verlässliche Entscheidungshilfe bei der Konservierung und Restaurierung von Medienkunst.

Claudio Hernandez (M.A.)
Konservierung von zeitgenössischer Kunst in Mexico: Evaluierung und Perspektiven mit dem Schwerpunkt auf Medienkunst

Mit diese Masterthese wird die Konservierungssituation sowie der Konservierungsstand zeitgenössischer Kunst, und besonders Medienkunst, in Mexiko Stadt evaluiert. Die Arbeit beinhaltet außerdem eine Analyse des International Network for the Conservation of Contemporary Art (INCAA). Die im Jahr 1999 gegründete INCAA-Initiative ist eines der bedeutendsten Netzwerke für die Konservierung von zeitgenössischer Kunst. Sie ist in verschiedenen regionale unabhängigen Plattformen unterteilt. Außerdem haben bereits einige Museen und Institute (INCAA Mietglieder) in verschiedenen Projekten der letzten Jahre gezeigt, dass die INCAA-Initative auf diesem Gebiet eine Führungsrolle inne hat. Einige Verbesserungsvorschläge für Mexiko werden entwickelt, wobei die spezifische Situation der kulturellen Institutionen bedacht wird und die besonderen Schwierigkeiten der Medienkonservierung im allgemeinen Berücksichtigung finden werden.

Philipp Klöckner (M.A.)
Die Konzeption des Ingest Prozesses für das digitale Archiv der hessischen Staatsarchive am Beispiel der archivischen Übernahme komplexer digitaler Geodaten der hessischen Landesverwaltung

In dieser Arbeit wurden die Kernkriterien für den Ingest-Prozess des digitalen Archivs der hessischen Staatsarchive erarbeiten und diese anhand einer theoretischen Übernahme von Geodaten der HVBG überprüft. Für die Konzeption des Ingest-Prozesses wurden dabei die Standards des Open Archival Information System (OAIS) und des Metadata Encoding & Transmission Standard (METS) verwendet, wobei eine Konformität mit letzterem erreicht wurde. Für die Validierung der Konzeption wurden die Geodaten des ATKIS der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformationen (HVBG) herangezogen. Diese wurden analysiert und in einer theoretischen Übernahme in Form eines Archival Information Package (AIP) für eine spätere Speicherung vorbereitet. Der Konzeptentwurf wurde somit positiv validiert und entspricht den vorgegebenen Standards.

Arnaud Obermann (M.A.)
»Win, Place or Show« – eine »retrospektive« Dokumentation

Medienkunst – und vor allem installative Medienkunst – bedarf für ihre Erhaltung einer ausführlichen Dokumentation. Diese Dokumentation muss dabei ein spezifisches Konservierungs- bzw. Restaurierungskonzept der technischen Komponenten beinhalten, da diese dem technischen Fortschritt und Wandel unterliegen. Die Zweikanal-Videoinstallation »Win, Place or Show« des kanadischen Künstlers Stan Douglas steht in dieser Thesis exemplarisch für die Erhaltung von Medienkunst und ihre Herausforderungen – die »retrospektive« Dokumentation von »Win, Place or Show« ist angestrebtes Ziel der vorliegenden Arbeit. Sie beinhaltet im Folgenden, neben der kunsthistorischen Einordnung und dem technologischen Befund, das Restaurierungs- und Erhaltungskonzept sowie einen Leitfaden mit Empfehlungen für Institutionen, die diese Arbeit erworben haben oder leihnehmende Institutionen. Dafür wurden die besitzenden Institutionen, Kuratoren und technische Leiter und vor allem der Künstler selbst kontaktiert, um über möglichst viele Informationen zum Werk einschließlich seiner Editionen und Aufführungen verfügen zu können.

Klaus Dieter Pöhlmann (M.A.)
Untersuchung des Multimedia-Konzernarchivs der Daimler AG Stuttgart anhand der Kriterien für »Vertrauenswürdige Archive« unter besonderer Berücksichtigung des OAIS-Referenzmodells mit dem Schwerpunkt »Ingest«

Elektronische Daten sind aufgrund des rasanten technologischen Wandels der permanenten Gefahr der unzureichenden Nutzbarkeit ausgesetzt. Eine langfristige Verfügbarkeit und unverfälschte Substanzerhaltung dieser Objekte zu gewährleisten, ist Aufgabe internationaler Normen und Regeln, wie beispielsweise dem OAIS, ein Standard zur Organisation eines digitalen Langzeitarchivs. OAIS wiederum ist ein Bestandteil der Kriterien für »Vertrauenswürdige Archive«, einer international anerkannten, von nestor entwickelten Zertifizierung. Nach Vorstellung des Konzernarchivs der Daimler AG wird im weiteren Verlauf der Arbeit überprüft, inwieweit das Archiv die genannten Kriterien bereits erfüllt und in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht. Schwerpunkt der Betrachtung sind dabei die OAIS-Bestandteile Ingest und AIP. Dazu wurden zu-nächst Mitarbeiter-Interviews in den Abteilungen Fotografie, Video / Film und digitale Medien geführt, um den Ist-Zustand des Archivs aus Sicht der Beteiligten zu ermitteln. Anhand einer GAP-Analyse wurden dann die Stärken und Schwächen herausgearbeitet und visualisiert, um abschließend auf dieser Basis Lösungsansätze und Vorschläge zu skizzieren.

Inga Spiess (M.A.)
Analyse der Video-Skulptur Bio-Neural Net [1992] von Nam June Paik unter dem Gesichtspunkt der Langzeiterhaltung

Wie erhalte ich eine Video-Skulptur? Diese Frage stellen sich in der heutigen Zeit viele Museen, die in der Sammlung Video-Skulpturen oder -installationen aus den frühen Jahren der Videokunst beherbergen. Die technischen Geräte sind dem Dauerbetrieb nicht mehr gewachsen, die Laserdisks zeigen Anzeichen von Verfall und Auflösung und für die technischen Geräte gibt es keinen Ersatz mehr. Oft wird nach Lösungen gesucht, die es ermöglichen die Skulptur weiter dem Publikum zu präsentieren. Doch wann ist der Punkt erreicht, wo aus dem eigentlichen Werk ein Neues geschaffen wird, weil die »Ersatzteile« der heutigen, jedoch nicht mehr der Zeit entsprechen, als der Künstler sein Werk schuf. An dem Werk Bio-Neural Net des koreanischen Videokünstlers Nam June Paik soll aufgezeigt werden, mit welchen Problemen zu rechnen ist, welche Lösungsansätze denkbar sind und wie der Künstler selbst zu der »Modernisierung« seiner Werke stand.

Master-Theses 2008

Bernd Kiefer (M.A.)
Einrichtung eines Videosichtplatzes und einer Videodigitalisierungstrecke für die Staatsgalerie Stuttgart, unter spezieller Berücksichtigung der spezifischen Anforderung von Kunstwerken

Die Film- und Videosammlung der Staatsgalerie Stuttgart wurde erstmals in ihrer Gesamtheit erfasst und nach ihren spezifischen Merkmalen eingeteilt. Eine Strategie zur Lagerung, Digitalisierung unter Berücksichtigung der ethischen Grundsätze für die Konservierung von Kunstwerken und zur Langzeitarchivierung wurde entwickelt. Ergebnisse von Zustandsuntersuchung und kunsthistorischer Bewertung führten zu einer vorläufigen Prioritätsliste der zu digitalisierenden Werke. Nach der Installierung einer Digitalisierungsstrecke wurden 28 Digitalisierungen unterschiedlicher Formate durchgeführt. Mit einer Umlagerung der Bestände in konservatorisch unbedenkliche klimatische Verhältnisse wurde begonnen. Ein Leitfaden zum Umgang mit einer Sammlung wurde erstellt. Abschließend erfolgte eine Anregung für die zukünftige konservatorische Betreuung der Sammlung.

Mac Kobus (M.A.)
Vorschläge zur authentischen Archivierung von Websites

Diese Master-Thesis diskutiert die Problematik der authentischen Archivierung von Websites. Sie gibt einen Überblick über die Herausforderungen der digitalen Langzeiterhaltung von Websites, um dann in diesem Kontext die Aspekte der Authentizität zu betrachten und mögliche Lösungsvorschläge zu diskutieren. Es wird deutlich, dass trotz großer Fortschritte im Bereich der digitalen Langzeiterhaltung von Websites, wesentliche Fragen zu deren Authentizität offen bleiben.